Interview No. 4

03.03.2014

mit Kirschkernkopf

Hinter Kirschkernkopf steckt Michael Heinzmann. Er lebt in Villingen-Schwenningen. Sein Atelier befindet sich in einer ehemaligen Maschinenfabrik gleich neben dem Schlachthof.
Als gelernter Ofenbauer legt er in seiner Kunst großen Wert auf echte Handarbeit.

 

 

Wie bist du zur Kunst gekommen?

Kunst war schon in der Grundschule meine große Leidenschaft. Am liebsten habe ich Piratenschiffe und Totenköpfe gemalt. Nicht immer zur Begeisterung meiner Lehrer! Und so bin ich deswegen auch schon mal beim Rektor gelandet. Der konnte den Wahnsinn aber auch nicht stoppen und das Ganze hat dann über die Jahre seine ganz eigene Dynamik entwickelt.

 


Wo stehst du im Moment in deinem Leben und mit deinen Arbeiten?

Mittendrin!
„Kirschkernkopf“ ist mein Mutterschiff im unendlichen Kunstuniversum. Es sind doch oft die kleinen, einfachen Dinge, die uns zum Staunen bringen. Ich persönlich habe mit den „kernigen Szenen“ meine Berufung gefunden. Wohin die Reise auch geht, die Zukunft kann kommen!
 


Was sind deine künstlerischen Ziele?

Den Menschen weiterhin viel Freude mit meiner Kunst zu bereiten und ihnen immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern!
 

 

Welche Künster oder deren Arbeiten bewunderst du?

Da ist mein persönlicher „Miró der Lüfte“, Alexander Calder mit seinen Mobiles. Sie scheinen unbekümmert die Zeiten zu überdauern. Ein César Manrique, der eine ganze Insel mit seiner Kunst geprägt und verschönert hat! Stefan Strumbel der vom Streetart kommt und weit über die „Heimat“ hinaus den Sprung in die Welt geschafft hat.

 


Wie würdest du deinen Stil bezeichnen?

Wie man neudeutsch so sagt: „abgefahren“ & zeitlos! Die Windspiele bezeichnet man als kinetische Kunst.
 

 

Was beeinflusst dich, was sind deine Inspirationsquellen?

Das Leben und die Menschen die mich umgeben. Musik! Mein Sonnenschein Daniela.

 

 

Gibt es etwas auf das du besonders Wert legst bei deiner Arbeit?

Dass die Kräfte im Gleichgewicht sind.

 

 

Bitte beschreibe deine bevorzugte Arbeitsweise.

Es steckt viel  „Kachelofenbau“, mein erlernter Beruf, darin. Ich lege großen Wert auf echte Handarbeit. Lasse mich weder vom Material noch der Technik einschränken und auch in keine Schublade stecken. In gewissen Situationen komme ich durch Improvisieren weiter. Der Blickfang, der dabei rauskommt zählt und es gibt immer wieder Neues zu entdecken!

 


Woher bekommst du die Ideen für deine Motive?

Indem ich „Kunst“ lebe und sie immer an meiner Seite ist. Es werden viele Eindrücke und viel Erlebtes verarbeitet!
 

 

Was ist Kunst?

Alles und nix! Vielleicht der Versuch hinter den Horizont zu blicken und manchmal wirklich harte Arbeit! Wenn das Auge, dem Hirn die Info sendet : „Da ist rot, blau und gelb und das dann einen Kettenreaktion auslöst. Leider oftmals auch nur Selbstdarstellung derer, die sich einen Namen gemacht haben!
 

 

Was fasziniert dich an kleinen Formaten?

Die Wertschätzung! Im ersten Augenblick ist es erst mal klein und winzig. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich aber dann die wahre Größe. Als kleines Beispiel: Jeder von uns kennt Kirschkerne und spuckt sie unbeachtet aus. Ich jedoch lasse  aus jedem Kern einen einzigartigen Charakter entstehen. Es ist wirklich unglaublich welche Details man aus einem kleinen Kirschkern rausarbeiten kann. Man muss eben nur aufmerksam hinschauen...

 


Warum bist du bei Mailetti dabei?

Weil es meine Kunst bereichert. Durch den kreativen Output bekommt man immer wieder neue Ideen und es macht einfach großen Spaß!

 

 

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